Die Jagd nach den Kapitalen | Fliegenfischer-Blog

Kapitale Forellen! Alt, schlau, schreckhaft und verdammt schwer zu fangen! Heute erzähle ich ein wenig über „die Jagd nach den Kapitalen“, die ich dieses Jahr hatte. Die jeweiligen Videos verlinke ich euch wie immer im Artikel. Viel Spaß beim Lesen!

Wir alle wissen wie schwer es ist eine 50cm+ Forelle zu fangen. Klar, eine Zuchtforelle in dieser Größe ist nicht allzu schwer zu überlisten und das meist unabhängig davon, ob im Fluss oder im Forellenteich. Das Ziel von vielen ist es aber eine wilde, kapitale Bachforelle zu fangen. Und das ist wirklich eine Herausforderung!

Ich habe es, wie schon oft erwähnt, nie auf Fänge abgesehen und würde mich absolut nicht als „Fischjäger“ bezeichnen. Ich gehe zum Fliegenfischen, weil mir das Fischen Spaß macht, nicht das Fangen! Trotzdem freue auch ich mich natürlich über einen kapitalen Wildfisch. Das soll hier nur kurz angemerkt sein!

Es gab dieses Jahr insgesamt drei Fische, die ich entdeckt habe und ab der Entdeckung im Visier hatte! Alle drei habe ich im Herbst an einem meiner Hausgewässer entdeckt. Und alle drei waren groß. Richtig groß! Und richtig schwer zu fangen! 

Die erste stand am Auslauf einer Gumpe. Hier hatte sich der Fluss beim letzten Hochwasser einen neuen Weg gesucht. Statt um eine große Kiesbank herum zu fließen, fließt der Fluss seitdem mitten durch die Kiesbank! Ich habe den Fisch nie gesehen, nur die Ringe, die er beim Steigen an der Oberfläche hinterlassen hat. Große Ringe waren das und manchmal kam sogar ein breiter Rücken mit langer Rückenflosse zum Vorschein. Trotzdem konnte ich nie wirklich erkennen, ob es eine Bach- oder einen Regenbogenforelle war!

Ich habe lange auf diesen Fisch hingefischt! Mehrere Ausflüge hat es gedauert bis ich schließlich endlich den richtigen Winkel zum Fisch, die richtige Fliege und den perfekten Wurf in Kombination hatte! Und dann ging alles ganz schnell. Der Fisch nahm die Fliege und zischte ab. Am 0,14er Vorfach konnte ich ihm wenig Gegenwehr bieten, schaffte es aber trotzdem den großen Torpedo aus einem Baum herauszubekommen! Und schlussendlich konnte ich eine wunderschöne wilde Bachforelle landen, die nach kurzem Fotoshooting wieder schwimmen durfte! Tolles Erlebnis!

Aber die Jagd nach den Kapitalen war damit noch nicht beendet! Ein weiteres Mal an diesem Fluss fischte ich eine neue Stelle und entdeckte auch hier einen großen steigenden Fisch! Ich konnte den Fisch wieder nicht sehen. Mein erster Versuch dauerte genau einen Wurf lange. Denn der war nicht zu 100% perfekt und verschreckte den Fisch.

Also kam ich ein andermal zurück. Am Anfang stieg garnichts, aber nach einiger Zeit konnte ich den Fisch doch wieder steigen sehen! Hier begann dann eine wahre Odysee bei dir ich locker 1 1/2 Stunden von verschiedenen Positionen und mit vielen Fliegenwechseln auf diesen Fisch fischte! Und auch hier zahlte sich meine Ausdauer aus! Ich bekam einen Biss und konnte auch diesen Fisch landen! Erneut eine wunderschöne, wilde Bachforelle. Dieses Mal ein Männchen, das schon Ansätze seines Laichkleides hatte. Eine wahre Schönheit!

Einen Fisch gab es allerdings noch, der in meinem Kopf rumgeisterte! Der größte von allen! Diesen Fisch habe ich als ersten der drei gespottet und bis heute nicht gefangen! Von einer Brücke aus habe ich den Fisch das erste Mal gesehen und auch diese Forelle stieg regelmäßig. Beim vierten oder fünften Versuch bekam ich eine Chance! Ich bekam einen sehr zaghaften Biss und ich habe ihn versemmelt! Das war sehr ärgerlich und ich war danach noch ein paar Mal an dieser Stelle. Den Fisch habe ich allerdings seit dem Biss nicht wieder gesehen! Vielleicht wurde sie gefangen?! Vielleicht hat sie den Spot gewechselt?! Man weiß es nicht, aber nächste Saison geht die Suche nach dieser weit über 50cm langen Forelle und damit die Jagd nach den Kapitalen weiter!

Tight Lines, nachträglich frohe Weihnachten und bis bald!

Benedikt Richter

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