Unbekannte Gewässer | Fliegenfischer-Blog

Willkommen zu einer neuen Ausgabe des Fliegenfischer-Blogs. Dieses Mal teile ich meine Gedanken über die Vorteile davon, unbekannte Gewässer zu erkunden.

Wir kennen es alle… Die meisten von uns sind in einem lokalen Angelverein. Das bedeutet wir gehen hauptsächlich, wenn nicht sogar ausschließlich, an den Vereinsgewässern zum Fliegenfischen. Vielleicht macht man noch ab und zu einen Abstecher zu einem nahe gelegenen Gewässer, weil die Fischerei auf eine bestimmte Fischart dort besonders gut ist.

Mal ein komplett unbekanntes Gewässer zu erkunden? Davor schrecken viele leider zurück, weil sie der Meinung sind, dass sie dort sowieso nichts fangen. Denn sie kennen das Gewässer (noch!) nicht ausreichend. Sie mögen damit recht haben, dass man ein Gewässer nicht einfach so höchst erfolgreich befischen kann, ohne es zu kennen. Aber, wenn man es probiert, lohnt es sich meistens!

Solche schönen, wilden Regenbogenforellen sehe ich daheim selten. Um diese zu fangen, musste ich ein neues Gewässer erkunden

Ich habe in diesem Jahr bereits zwei mir komplett unbekannte Gewässer erkundet. Zugegeben, ich hatte bei beiden jemanden, der das Gewässer schon kennt. Und wenn Sie diese Möglichkeit haben, würde ich Ihnen auch sehr empfehlen sie zu nutzen. Erstens, weil es meist mehr Spaß macht mit einem Freund/ Bekannten zum Fliegenfischen zu gehen. Und zweitens, weil Sie dadurch automatisch an den Spots landen, an denen Sie eine gute Fangchance haben. Und die meisten Fliegenfischer können es auch einfach nicht lassen, Ihnen eine fängige Fliege zu geben…

Diese wunderschöne Äsche habe ich an meinem ersten Tag an einem davor unbekannten Fluss gefangen. Und dann gleich noch auf Trockenfliege!

Glauben Sie mir, es lohnt sich ab und zu ein neues Gewässer zu befischen. Erstens sehen Sie mal eine neue Landschaft, die Ihnen möglicherweise besonders gut gefällt. Zweitens fangen Sie dort vielleicht Fischarten, die Sie „daheim“ nicht fangen. Drittens lernen Sie eventuell von den „Locals“ neue Angeltechniken. Und außerdem erweitern Sie generell Ihr Wissen zum Fliegenfischen und lernen vielleicht sogar etwas dazu, was Sie an Ihren gewohnten Gewässern erfolgreicher fischen lässt. Und zu guter Letzt kann ich es in der momentanen Zeit nur empfehlen mal die gewohnte Locations zu verlassen und etwas neues zu erkunden!

Am besten fragen Sie einfach mal ein paar befreundete Fliegenfischer, ob Sie ein Gewässer empfehlen können und testen dieses dann zusammen mit ihm. Oder Sie recherchieren im Internet nach Gewässern. Oft findet man so wahre Schätze, von denen man daheim nur geträumt hat. Und seien Sie dabei nicht faul! Ein paar Stunden Autofahrt kann Sie an ihr noch unbekanntes neues Lieblingsgewässer bringen!

Der Kopf dieser wilden Bachforelle ist riesig! Auch diese wurde nicht „daheim“ gefangen.

Probieren Sie es einfach mal aus! Und wenn Sie es getan haben, schreiben Sie mir gerne, wo Sie waren und ob es Ihnen gefallen hat. Und, wenn wir schon dabei sind: Haben Sie irgendwelche Vorschläge für Gewässer, die ich mal ausprobieren sollte? Ich freue mich immer über einen Gewässervorschlag!

Vielen Dank fürs lesen und viel Spaß am neuen Gewässer! Tight Lines.

Benedikt Richter

2 Antworten auf „Unbekannte Gewässer | Fliegenfischer-Blog“

  1. Ein sehr schöner Artikel, der hoffentlich manch einen dazu ermutigt, dass eine oder andere Gewässer zu erkunden. Ich kenne Eure Gegend ein wenig, ein Namensvetter hat ein Geschäft in Murnau. Etwas möchte ich noch zu dem Artikel hinzufügen. Das Fischen zu zweit macht sicher mehr Spaß als alleine, es ist aber auch viel sicherer als allein unterwegs zu sein. Ich bin recht viel in West – Kanada unterwegs, teilweise auch alleine. Es gab einige Situationen, in denen mich nur das Glück überleben lies. Viele Grüße, Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang,
      vielen Dank für dein positives Feedback! Der Namensvetter ist vermutlich mein Vater, Richard Richter. Das hier ist sein Geschäft, bloß mit neuer Website usw. weil ich das Ganze übernehme.
      Dazu, dass Fliegenfischen zu zweit sicherer ist, kann ich dir nur zustimmen. Es muss nicht Kanada sein, um gefährlich werden zu können. Ein kleiner, bayrischer Bergfluss kann auch schon gefährlich sein.
      Liebe Grüße
      Bene

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